Verschiedene Denkmalarten

Der Begriff "Denkmal" umfasst unterschiedliche Denkmaltypen, die in verschiedene Kategorien eingeordnet werden können. Eine Landschaft, die unter Denkmalschutz steht, unterscheidet sich schließlich von einem denkmalwürdigen Bauwerk. Die größeren Hauptklassen sind:

Kulturdenkmal

Ein Kulturdenkmal bezeugt vornehmlich verschiedene Momente der Menschheitsgeschichte. Häufig sorgt ein gesteigertes öffentliches Interesse an dem Erhalt eines Kulturguts für seine Klassifizierung als Denkmal. Innerhalb der Kategorie "Kulturdenkmal" können weiterführende Differenzierungen gemacht werden:

Baudenkmal

Baudenkmäler sind in erster Linie historische Bauwerke wie Schlösser, Klöster oder Burgen. Modernere Gebäudeformen gehören aber selbstverständlich auch dazu. Deshalb stehen ebenso Bahnhöfe, Hallen und Villen unter Denkmalschutz. Als Baudenkmal muss übrigens nicht immer das ganze Gebäude gelten. Lediglich Teile oder Abschnitte eines Bauwerks können auch unter Denkmalschutz gestellt werden.

Industriedenkmal

Eine besondere Form des Baudenkmals kann das Industriedenkmal sein. Es beschreibt zumeist einen industriellen Gebäudekomplex des 19. oder 20. Jahrhunderts. Zu den bekannteren Industriedenkmälern gehören die Zeche Zollern in Dortmund und die Zeche Zollverein in Essen. Darüber hinaus ist der Gasometer in Oberhausen eine beliebte, denkmalgeschützte Sehenswürdigkeit. Die technischen Denkmäler sollen ein Zeugnis für die Industrialisierung in Deutschland sein, die unter anderem dazu beigetragen hat, dass sich die Lebensqualität der Menschen enorm verbesserte.

Gartendenkmal

Unter einem Gartendenkmal versteht man die architektonische und künstlerische Schöpfung einer ökologischen Landschaft, die es zu erhalten gilt. Neben klassischen Gärten in Schlössern und anderen historischen Gebäuden gehören auch Parkanlagen oder Straßenalleen zu den Gartendenkmälern.

Bodendenkmal

Hierzu zählen auf der einen Seite Überreste fester Gebäudeanlagen, wie zum Beispiel Militärfestungen, antike Siedlungen oder Grabstätten. Auf der anderen Seite werden aber auch Gegenstände, die man bei archäologischen Ausgrabungen entdeckt, als Bodendenkmäler bezeichnet. Hierzu gehören pflanzliche und tierische Fossile oder Grabbeigaben wie Münzen und Vasen.

Flurdenkmal

Als Flurdenkmäler werden vereinzelte Denkmäler in der Natur bezeichnet, die selbst aber keine Naturdenkmäler sind. In diese Kategorie lassen sich beispielsweise kleine Kapellen, Grenzsteine oder Wegkreuze einordnen. Die Beschäftigung mit Kreuzsteinen beziehungsweise Steinkreuzen findet heutzutage auch im wissenschaftlichen Rahmen statt. So kümmern sich gleich mehrere Forschungsgemeinschaften um die Erfassung, Pflege und Typisierung der unterschiedlichen Kreuze in Deutschland.

Kulturlandschaft

Das Welterbekomitee der UNESCO beschreibt das Denkmal einer ganzen Kulturlandschaft als hervorragende Symbiose zwischen Mensch und Natur. Verschiedene Bauwerke sind demnach optimal in eine natürliche Landschaft integriert worden, um diese als Siedlungsraum oder für wirtschaftliche Zwecke zu nutzen. Besonders wertvolle Kulturlandschaften, die auch von der UNESCO erfasst worden sind, sind zum Beispiel das Obere Mittelrheintal und der Fürst-Pückler-Park Bad Muskau in Sachsen.

Naturdenkmal

Naturdenkmäler schützen alle Arten von natürlichen Landschaftselementen. Darunter fallen zum Beispiel besondere Steinformationen, Tropfsteinhöhlen, alte oder seltene Bäume und Seelandschaften. In der Regel stellen die natürlichen Denkmäler einen besonderen Wert für die Wissenschaft oder das Naturverständnis dar. Deshalb dürfen sie auch unter keinen Umständen verändert oder aus ihrer ökologischen Umgebung entfernt werden.

Einzeldenkmal

Hierzu können sowohl Natur- als auch Kulturdenkmäler gezählt werden. Dieser Kategorie werden Denkmäler aller Art zugeordnet, die singuläre Objekte sind. Dabei spielt es aber keine Rolle, ob es sich um einen Baum, ein Gebäude oder einen fossilen Fund handelt.

Flächendenkmal

Ein Flächendenkmal ist das Gegenstück zum Einzeldenkmal. Dem Denkmal werden mehrere Objekte zugeordnet. Man spricht deshalb auch von Denkmalensemble. Häufig sind auch nur bestimmte Teile eines Denkmalensembles geschützt. Eine Kulturlandschaft ist ein klassisches Flächendenkmal.

Bewegliches Denkmal

Ein bewegliches Denkmal umfasst alle transportablen Gegenstände, die unter Denkmalschutz gestellt werden. Die Unterteilung ist deshalb wichtig, weil es für bewegliche Denkmäler besondere Regelungen gibt, was den Denkmalschutz betrifft. In diese Kategorie fallen zum Beispiel Grabbeigaben, antike Schriftstücke oder berühmte Gemälde.


(c) by Päffgen GmbH bzw. deren Autoren 2010, www.denkmalsanierung.de

Gewerbliche und private Verwendung dieses Artikels ist ausdrücklich, aber nur dann gestattet, wenn dem Artikel gut sichtbar der vorstehende Copyright-Hinweis mit verfolgbarem Link hinzugefügt wird und wir per Mail an copy@fachportale.de über die Verwendung informiert werden!