Allgemeine Informationen

Denkmäler gibt es in Hülle und Fülle. Nicht nur in Deutschland, sondern weltweit sind sie stille Zeugen der Vergangenheit. Sie dokumentieren Ereignisse längst vergangener Tage und erinnern uns an große Persönlichkeiten, weitreichende Entscheidungen sowie positive als auch negative Momente in der Menschheitsgeschichte. Auch die Natur kann zu einem Denkmal werden, um den Erhalt von Pflanzen, Landschaften oder ökologischem Lebensraum zu sichern und für die Nachwelt zu bewahren.

Der Denkmalschutz wird in Deutschland rechtlich geregelt. Die gesetzgebende Kompetenz liegt bei den einzelnen Bundesländern. Sie sorgen dafür, dass zum Beispiel denkmalgeschützte Gebäude restauriert und regelmäßig gewartet werden. Darüber hinaus können Denkmäler für eine Aufnahme beim UNESCO-Welterbe vorgeschlagen werden. Der internationale Verein besteht aus über 180 Staaten, die sich verpflichten, Denkmäler aller Art zu schützen und den gegenseitigen Austausch zu suchen.

In Deutschland selbst gibt es 34 UNESCO-Welterbestätten, zu denen beispielsweise der Kölner Dom, die Altstadt in Lübeck oder das schleswig-holsteinische Wattenmeer gehören. Eine Aufnahme in die Sammlung des UNESCO-Welterbes bedeutet allerdings nicht, dass ein Denkmal für immer gelistet bleibt. So wurde 2009 das Dresdner Elbtal wieder von der Liste gestrichen, weil die bereits begonnenen Baumaßnahmen einer Brücke über die Elbe das Naturdenkmal erheblich beeinträchtigen. Weder Naturschützer noch Bundesregierung konnten die sächsische Landesregierung von einem Abbruch des Brückenbaus überzeugen.

Eine besondere Regelung betrifft den Umgang mit Denkmälern bei kriegerischen Auseinandersetzungen. 1954 kam ein völkerrechtlicher Vertrag zustande, der Kulturgüter im Fall eines bewaffneten Konflikts vor Beschädigung, Zerstörung und Plünderung schützen soll. Die sogenannte "Haager Konvention zum Schutz von Kulturgut bei bewaffneten Konflikten" betrachtet die Schädigung von Kulturgütern eines Volkes als Schädigung des kulturellen Erbes der ganzen Menschheit. Deshalb soll im Kriegsfall von einer beabsichtigten Zerstörung denkmalgeschützter Gebäude oder Gegenstände abgesehen werden, um ihren kulturellen Wert für die nachkommenden Generationen weltweit zu erhalten. Die Haager Konvention zum Schutz von Kulturgütern ist Teil des humanitären Völkerrechts, zu dem auch viele weitere Abkommen gehören, die annehmbare Methoden und Mittel der Kriegsführung bestimmen.


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